| Erscheinungsdatum: | 21.08.2003 |
| Zeitung: | Frankfurter Allgemeine Zeitung |
| Thema: | Antispam |
Auszug:
Marco Nassenstein von der Nutzerinitiative Antispam.de sieht die Verbindung zu Spammern allerdings skeptisch. „Die meisten E-Mail-Provider sind mittlerweile recht wirksam gegen Spam-Techniken geschützt”, gibt er zu bedenken. Privatpersonen könnten nicht so einfach als falsche Absender für Massenmails missbraucht werden. Denn die Zentralrechner der Mailanbieter (so genannte SMPT-Server) hätten Obergrenzen für die Anzahl von Mails, die eine Person verschicken darf, eingerichtet. Zudem würden Mails, die direkt von einem Privatcomputer geschickt werden (so genannte dial-up-IPs) mittlerweile fast nirgendwo mehr angenommen. Allerdings seien einige Systeme von Firmen wohl noch nicht so gut geschützt.
Außerdem, so Nassenstein, benötigten Würmer und Viren stets Sicherheitslücken, etwa im Windows-Betriebssystem. Die zu entdecken sei aber ein Glücksfall. „Nach jedem Missbrauch werden die Lücken ja geschlossen, sagt er. „SobigF” muß also nicht unbedingt ein gutes Geschäftsmodell für E-Mail-Werbung sein. Noch ist der Spuk jedenfalls nicht vorbei - am Donnerstag wurde bekannt, daß „Sobig.F” zahlreiche Internet-Cafés und PCs in der indischen High-Tech-Stadt Bangalore lahm gelegt hat. Firmen waren allerdings nicht betroffen.




