Es ist nichts so verwerflich und gering in der Natur, was nicht durch einen kleinen Anhauch jener Kraft des Erkennens sofort wie ein Schlauch aufgeschwellt würde; und wie jeder Lastträger seinen Bewunderer haben will, so meint gar der stolzeste Mensch, der Philosoph, von allen Seiten die Augen des Weltalls teleskopisch auf sein Handeln und Denken gerichtet zu sehen. -
Friedrich Nietzsche (1844 -1900)
Die
Philosophie ist die wichtigste wissenschaftliche Disziplin von allen. Ihr Gegenstand ist nicht ein Objekt oder eine Kausalität aus der uns umgebenden Welt, sondern die kritische Auseinandersetzung mit dem Werkzeug der Erkenntnis selbst: dem
Denken. Sie lehrt uns stringente und logische Schlüsse zu ziehen und ist die Interdisziplinarität um die anderen Wissenschaften in den Gesamtkontext einzufügen.
Die Philosophie ist nicht weniger als die Suche nach (oder besser: die systematische Findung) der
Wahrheit; nicht irgendeiner
Wirklichkeit. Dies bedeutet, daß sie alles hinterfragen muß (sogar die Wahrheit selbst) und der wahre Philosoph stets bereit ist, seine Erkenntnisse zugunsten einer treffenderen Theorie vollständig aufzugeben.
Ihre Aufgabe ist es nicht, Probleme zu lösen und sie muß kein umfassendes Weltbild offerieren, denn auch Unwissenheit und Leere können unter Umständen ganz natürliche Bausteine für die höchste Form der Erkenntnis sein.
Die Werkzeuge der Philosophie sind
Objektivität,
Zweifel und
Logik und sonst nichts. Sie ist die beste Trainingsform für unser Gehirn, um mühelos scharfsinnige Schlüsse, nicht nur in der Welt der
Metaphysik, sondern auch im Alltag ziehen zu können.
Die Philosophie ist der Schleifstein für einen messerscharfen Verstand. Ihre Wahrheiten sind die einzigen, die zählen.